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Review: World Of Subways Vol.3 : London Underground | Datum: 14.Juli 2011 | von: Frank Moellenhof

Weltberühmte U-Bahn Strecken
Mit World of Subways erscheint eine Serie mit den interessantesten U-Bahn Strecken der Welt für den PC. Nach New York und Berlin folgt jetzt mit Vol.3 - Londoner Underground. Enthalten ist die gesamte Circle Line in ihrem aktuellen Verlauf einschließlich des im Dezember 2009 neu eröffneten Abschnittes nach Hammersmith. Damit bietet die Strecke auf einer Länge von 27km mit 35 Stationen viele Stunden Spielspaß und interessante Aufgaben.Die Circle Line ist eine U-Bahn-Linie der London Underground, die um das Stadtzentrum von London herumführt.

Die Circle Line wurde erstmals 1949 als solche bezeichnet, erschien allerdings bereits 1947 auf dem Liniennetzplan. Sie war nicht als separate Linie gebaut worden, sondern entstand aus einzelnen Strecken der Metropolitan Line und der District Line.

Nur zwei kurze Abschnitte werden allein von der Circle Line befahren, nämlich die beiden Verbindungskurven zwischen den Stationen High Street Kensington und Gloucester Road sowie zwischen Aldgate und Tower Hill.


Perfekte Symbiose aus Simulator und Spiel
Ich muss zugeben, dass ich bislang kein ausgesprochener Fan von World of Subways, geschweige denn von U-Bahnsimulation war, obwohl es sich hierbei auch um ein klassische Schienenfahrzeuge handelt, also der Bahnsimulation absolut zugehörig ist. Das hat sich spätestens mit World of Subways Vol.3 geändert. Ich bin total begeistert von dem, was TML Studios mit diesem U-Bahnsimulator vollbracht haben. Die Entwickler haben sich mindestens einmal selbst übertroffen. World of Subways Vol. 1 mit der New Yorker Subway fand ich noch relativ interessant, vor allem wegen der oberirdischen Streckenabschnitte, die für einen Eisenbahner doch etwas mehr Abwechslung und „frische Luft“ in den eintönigen und ewig dunklen Untergrundbetrieb bringen.

World of Subways Vol. 2 mit der Berliner U-Bahn war zwar technisch ein Riesensprung nach vorne und etablierte World of Subways endgültig als DEN U-Bahnsimulator , war aber spielerisch nicht sonderlich aufregend. Ganz anders kommt jetzt World of Subways Vol.3 London Underground daher: eine perfekte Symbiose aus Simulator und Spiel, technisch nahezu perfekt umgesetzt.


Vorbildliche Umsetzung eines Simulators
Nach den ersten Einweisungsfahrten mit der London Underground macht sich der erste Eindruck breit: SO muss man einen Simulator machen! Davon sollten sich die Entwickler anderer Eisenbahn-Simulatoren mal was abschauen. Sicherlich muss man TML-Studios zugute halten, dass sie nicht nur im Simulatorbereich Erfahrungen haben, sondern sich bereits auch mit dem Adventurespiel „Sunrise“ einen Namen gemacht haben. Dies ist bei World of Subways Vol. 3 deutlich zu spüren. Hier hat man sich nicht nur Gedanken über die Umsetzung des Simulationsbetrieb gemacht, sonder auch darüber, wie der Spieler eingebunden werden kann.

Allein die Heranführung eines Anfängers und den Ablaufplan und die Betriebsfunktionen der Londoner U-Bahn sind vorbildlich gelöst worden. Wer also als kompletter Neueinsteiger beider London Subway „anfangen“ möchte, dem stehen eine Auswahl von vorgefertigten Schulungsmissionen zu Verfügung. Unter Anleitung eines Fahrlehrers wird man dann als U-Bahn-Azubi mit den Systemen, der Steuerung und dem Fahrbetrieb vertraut gemacht und kann gleich die ersten Fahrten absolvieren. Da lernt man dann auch gleich, das die Rücklichter eine U-Bahn im rückwärtigen Führerstand angemacht werden müssen. Falls man im vorderen Führerstand den Zug in Betrieb nimmt und dies vergessen hat, dann muss man halt den ganzen Weg wieder zurücklaufen um die Rücklichter einzuschalten!

Neben den Schulungsmissionen kann man sich auch direkt in den Fahrbetrieb der London Subway begeben und sich eine Route nach Fahrplan befahren.


Höchste Aufmerksamkeit gefordert
Verglichen mit einem Lokführer, ist der der Job als U-Bahnfahrer Stress oder Action pur – je nach dem wie man diese unter- und oberirdische Fahrt durch empfindet. Zugegeben, auf den oberirdischen Streckenabschnitten kommt man sich schon wie ein konventioneller Lokführer vor. Der Unterschied zur normalen Eisenbahn ist nicht sehr groß. Sobald es aber unterirdisch geht, die Sichtweite durch die engen Tunnelröhren und knappen Abzweigungen sehr begrenzt ist, ist höchste Aufmerksamkeit gefordert. Alle paar Meter können Signale, Abzweigungen und Geschwindigkeitsbeschränkungen – und natürlich Gegenverkehr - auftauchen. Die Monitoranzeigen motivieren zusätzlich den Fahrplan strikt einzuhalten, da hierüber die Soll- und Ist-Zeit immer gut im Blick ist.


Authentisch reproduziert
Die optische und akustische Umsetzung von World of Subways Vol. 3 ist authentisch und ein vernehmend. Wer schon mal mit der London Subway gefahren ist, wir die Ansage an den Stationen „Mind the gap, please“ nicht mehr vergessen! Überhaupt ist die klangliche Kulisse dermaßen authentisch wiedergegeben, dass man meint sich tatsächlich an einer Station, im Zug oder im Führerstand zu befinden. Die Grafik von WOS-3 ist gleichermaßen pompös wie detailgetreu. Immerhin hatten TML-Studios eine offizielle Genehmigung die London Subway genau zu untersuchen und zu fotografieren um dies dann für den Simulator so genau wie möglich zu reproduzieren.

 

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